Katastrophe

Wir haben lange nichts mehr geschrieben. Vielleicht schaffen wir es am Wochenende, mal die facts aus dem Bautagebuch zu veröffentlichen.

Als Zusammenfassung nur mal der Stand des Tages: wir sind noch nicht eingezogen. Ab heute dienen wir mit oben abgebildetes Zustand erstmal der allgemeinen Belustigung des Ortes. GEHT GAR NICHT!!!!

auch nicht als Provisorium.

Es wird gemauert

Letzte Woche tat sich tatsächlich etwas auf der Baustelle. Die Mauerarbeiten begannen. Die beiden Maurer fingen bei größter Hitze an und es ist wirklich beachtlich, wie schnell so ein Haus wächst. Ich lass mal ein paar Eindrücke da….

wir sind ganz zuversichtlich, dass nun alles reibungsloser klappt, nachdem die Kommunikation nun weitestgehend über Geschäftsführung und technische Leitung lief.

In einer ruhigen Minute schreibe ich nochmal einen Exkurs zum Thema Abtretungserklärung.

 

Warten, warten, warten….

95E1EB76-4025-48D7-9259-0E9161E7819BNun ist das Gießen der Bodenplatte schon wieder eine Woche her und von der Hauscompagnie ist nichts zu hören. Der Bauleiter antwortet weder auf Anfragen per E-Mail noch WhatsApp und wir sind ratlos. Während bei den umliegenden Baugrundstücken zwei Tage nach Gießen der Bodenplatte schon gemauert wurde , sind hier noch nicht mal Steine vor Ort. Inzwischen lagert der Dachstuhl der Nachbarn schon auf unserem Grundstück, denn auch dem letzten ist klar: hier ruht es.

Wir sind frustriert. Die Firma Pro Ecotec fragten wir gestern an, ob sie noch etwas an der Bodeplatte zu tun hätten. Nein- man sei auch verwundert, werde denn noch nicht gemauert- sie seien auf jeden Fall seit Donnerstag durch.

Wir warten also. Von Übergabetermin keine Rede. Wir wären schon froh, wenn wir wüssten, wann es weiter geht. Die Bereitstellungszinsen der Bank laufen jedenfalls munter.

Die Bodenplatte

 

 

 

Tatsächlich kamen noch am 1. Juni die Vermesser des Ingenieurbüros Stefan Helten aus Bad Schwartau und nahmen die Absteckung vor.

So konnte am 4.6.2018 Pro Ecotec mit den Fundamentarbeiten beginnen. Das Konzept der Bodenplatte überzeugte uns schon sehr.

Auch wenn man das Vorgehen vor Ort beobachtete, wirkte das ganze professionell und solide (soweit man das als Laie beurteilen kann 😉 )

Montag begonnen, kam am Donnerstag schon der Beton. Da lagen schon alle Anschlüsse und die Fußbodenheizung drin. Der Kontakt mit der Firma und ihren Angestellten war durchweg positiv und die Kommunikationsstrukturen eine Wohltat.

Etwas getrübt wurde das Ganze durch den Kontakt zum Bauleiter. Auf die Nachfrage zum weiteren Vorgehen und einem Zeitplan kam per Email folgender Text:

Guten Tag Frau Ristow,

 wir geben grundsätzlich keine Zeitpläne an die Kunden heraus. Dies aus dem einfachen Grund, das die Kunden genaue Termine sehen und wenn sich ein Handwerker mal um einige Tage verspätet, dann wird sofort morgens um 7.00 Uhr bei uns angerufen. Um soetwas zu vermeiden geben wir keine Pläne heraus! Den genauen Übergabezeitpunkt bekommen Sie natürlich rechtzeitig mitgeteilt.

 

Mit freundlichen Grüßen / Med venlig hilsen

Die benachbarten Bauherren haben inzwischen ihre Richtfest Termine bekannt gegeben und wissen natürlich detailliert, welches Gewerk für den jeweiligen Tag zu erwarten ist. Die  (nichtvorhandene) Kommunikation der Hauscompagnie muss man mögen. Ich melde ich dann hier also wieder, wenn ich den Übergabetermin weiß …. tzzzzz

Wer also Überraschungen mag, ist hier genau richtig. Man weiß morgens nie, was passiert. (Man sehe mir die resignierte Ironie nach)

 

Baustart…. ist relativ

image1Nun kam der 29.05.2018. Und es passierte NICHTS…. Anfrage an den Bauleiter mit der Antwort: Der Geschäftsführer „…hat sich im Datum geirrt, es beginnt alles am 04.06.2018 mit den Erdarbeiten und vorher kommt der Vermesser.“

Aaaaah ja….

Es gibt dann den Moment, wo man einfach alles hinschmeißen möchte. Wo man mit sich hadert, warum man sich nicht für einen anderen Bauträger entschieden hat und wo man einfach nicht mehr weiter weiß. Inzwischen laufen natürlich munter die Bereitstellungszinsen bei der Bank.

Nachdem wir vom Geschäftsführer aber nun zumindest ja die Firma wussten, die die Erdarbeiten ausführen würde, haben wir beschlossen, diese zu kontaktieren. Dieses Mal wollten wir uns darauf einstellen können, ob es los geht oder  nicht.

Die Firma Pro Ecotec  aus Schleswig war deutlich strukturierter. Sie kündigten den Erdbauer für den 31.5. an und den Beginn der Fundamentarbeiten für den 4.6.

Das war das erste, was wirklich reibungslos lief. Am 31.5. kam der Tiefbauer, der das Bodengutachten kannte und uns erfreulicherweise mitteilen konnte, dass alles „nicht so schlimm wie gedacht“ sei. In der Tat musste nur ein Bruchteil des gedachten Bodenaustausches erfolgen. An einem Tag war er fertig. Und wir auch….. mega erleichter, dass mal etwas klappte.

 

Nichts als Ärger…

Also gut anfangen tut das nicht!!!

Nun liegt unsere Baugenehmigung ja schon eine ganze Weile vor. Uns war dann an einem zügigen Baustart gelegen.

Am 12.4.2018 fand das Baudurchgangsgespräch mit Bauherrenberater, Bauleiter und Planer in Neumünster statt. Merkwürdig war hier schon, dass in der dort vorliegenden Materialliste viele Fehler waren. Die Dachpfannen stimmten nicht, falsche Fenster waren verplant, die Erdarbeiten waren nicht berücksichtigt usw. Hier konnten die erforderlichen Korrekturen vorgenommen werden. Am Ende des Gespräches äußerten wir unseren Wunsch nach einem Baustart möglichst zeitnah.  Der Bauleiter versprach dann, uns den Baustart bis Ende der kommenden Woche (20.4.2018) mitzuteilen. Es kam leider nichts. Auf zweifache Nachfrage bekamen wir am 23.4.2018 eine Whats App mit dem Text „30.04. Beginn Erdarbeiten“.

Das war ja schon mal was. Wir klärten also mit den umliegenden Bauherren, dass deren Firmen, die bis dato unser Grundstück mit genutzt hatten, dass dieses ab 30.4. freizuhalten wäre. Am 30.04. passierte NICHTS. Es folgten Nachfragen unsererseits. Keine Antwort am 30.4., Feiertag am 1.5., keine Antwort am 2.5. Auch die Bitte um Rückruf wurde sowohl vom Bauherrenberater als auch vom Bauleiter ignoriert. Am 3.5.18 teilte der Bauleiter dann mit, dass der Baustart wohl ungewiss sei, da „die Materialwahl nicht vollständig“ gewesen sei. Es fehlten die Angaben aus der Sanitärbemusterung.  Uns ein Rätsel. Wir bekamen dann nochmals die Liste mit der Materialwahl per Email zur Unterschrift, erledigten alles am selbigen Tage und schickten es zurück. Nach Telefonat (Bauherrenberater ging mehrfach nicht ran, erst bei Anruf mit unbekannter Nummer) wurde uns nun der 22.5.18 als Baustart in Aussicht gestellt.

Nun, wer antizipieren kann weiß was kommt: NICHTS. Noch am 18.5. schrieben wir den Bauleiter an, ob es bei dem 22.5. bliebe. Antwort: „Soll bei dem Termin blieben, gehe ich fest von aus. Habe keine andere Mitteilung. Also läuft!“

Auf Nachfrage, woran es läge, dass nichts passiert sei: „Keine Ahnung, bin morgen Vormittag im Büro und werde mich dahinter hängen.“

Am 24.5.2018 hatten wir immer noch keine Informationen und wandten uns nunmehr an der Geschäftsführer der Hauscompagnie in Hamburg. Dieser meinte, die Verschiebung hätte damit zu tun, dass die Abtretungserklärung der Finanzierung noch nicht vorläge. Diese hatten wir am 2.5.2018 bereits an die Hauscompagnie gegeben. Nunmehr sollte die Absteckung am 29.05.18 erfolgen und die Erdarbeiten am 04.06.2018 starten. Und es passierte tatsächlich etwas….

 

Der Bauantrag

Nachdem wir uns nun mit dem Grundriss so viel Zeit gelassen hatten, waren wir eigentlich der Überzeugung, dass unser Bauantrag ein Heimspiel wird. Nun waren wir ja nicht die ersten im Freundeskreis, die ein Haus bauen wollten. Von sechs Wochen war da immer die Rede.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…..

Abgegeben habe ich den sorgfältig vorbereiteten Antrag am 19.12.2017 direkt bei der Bürgermeisterin. In der Regel passiert so ein Antrag eine so kleine Gemeinde wie unsere komplikationslos. So auch hier. Am 20.12. gab die Bürgermeisterin alles weitere an das Amt Schwarzenbek Land zur weiteren Bearbeitung und Weiterleitung an das zuständige Bauamt in Ratzeburg.  Nun dauerte es schon mal die ersten vier Wochen bis zur ersten Post. Da wurde ein weiterer Grundriss des DG (allen Plänen war zu entnehmen, dass es unausgebaut ist- es gibt also keine Grundriss in diesem Sinne) und ein alternatives Formular zum Anschluss an die Abwasserbeseitigung gewünscht. Das ging alles recht zügig. Entsprechende Unterlagen wurden nachgereicht.

Als wir also schon mit der Bewilligung (so nach 6 Wochen) rechneten, fiel dem Bauamt auf, dass ihm das notariell beurkundete Wegerecht für den angrenzenden Privatweg so nicht ausreicht. Gewünscht wurde die Eintragung einer Baulast. An dieser Stelle darf schon etwas Verwunderung auftreten. Noch abenteuerlicher wird es dann, wenn man erfährt, was dafür notwendig ist (abgesehen davon, dass das selbstverständlich kostenpflichtig ist). Von den vier Eigentümern des Privatweges und damit der angrenzenden Grundstücke wurde benötigt: Grundbuchauszug, Flurkarte (5fach) – und bitte nicht die alte, max. 2 Monate alt, Lageplanzeichnung des Hauses mit grün schraffiertem Privatweg (ebenfalls 5fache Ausfertigung).  Das Ganze wohlgemerkt von jedem der vier Eigentümer. Es landeten dort also 20 gleiche Flurkartenauszüge. An dieser Stelle füge ich ein dezentes Augenrollen ein.

Das Beschaffen dieser Unterlagen gestaltete sich nun nicht mehr so einfach. Zwar verfügte die Architektin über eine aktuelle Flurkarte und der Grundbuchauszug lag uns auch vor, aber die Lageplanzeichnung musste vom Hauptplaner der Hauscompagnie abgezeichnet werden, der in Flensburg sitzt. Die Unterlagen wollten und wollten von dort einfach nicht zurück kommen. Letztlich ist unsere Architektin dann persönlich gefahren und hat Kurierdienst gespielt. Von ihrem Büro in der Griegstrasse bis zu uns ist es doch eine Stunde Fahrt. Dennoch hatte ich die Unterlagen dann morgens vor der Arbeit im Kasten, um sie ans Bauamt weiter zu leiten. Wer glaubt, damit wäre der Bürokratie genüge getan, der irrt. Es folgte dann ein endloser Marathon von Stempelsammeln. Für jede Baulast gab es ein 5facher Ausfertigung zu unterschreibende Formulare, die dann jeder Eigentümer leisten musste. Und zwar direkt im Bauamt oder bei der Bürgermeisterin. Damit es nicht zu langweilig wird, kommen die Unterlagen nicht zeitgleich. Somit liefen wir 4 Eigentümer also 4 Mal mit 5 abzustempelnden Formularen zur Bürgermeisterin.

Lange Rede, kurzer Sinn: seit letzter Woche ist es geschafft. Nach über drei Monaten haben wir nun die Baugenehmigung. Es kann also losgehen! Nächste Woche ist das Baudurchgangsgespräch. Wir werden berichten!

Kleines Schmankerl nebenbei: Ida hat Papa gefragt, ob er denn auch mit ins neue Haus ziehen darf… (Wir lachen heute noch.)

Der Grundriss

Unser bisher wohl zeitaufwändigstes Unterfangen ist der Grundriss.       EG 17.11.17

Am Anfang hatte ich so viele tolle Häuser gesehen. Ich wusste genau, welche Details in welchem Haus mir wie gut gefielen und hatte das Gefühl: Grundriss, das geht schnell. Nee, Pustekuchen. Ein erster Entwurf war ganz nett, aber irgendwie fehlte das besondere. War dann doch sehr klassisch. Der nächste berücksichtigte die Idee einer ungewendelten geraden Treppe, die jedoch alles zerbombte, weil sie so viel Platz benötigte. Klar war, wie wollen nicht wieder eine halbgewendelte, etwas geräumiger dürfte es durchaus sein. Also 1/4gewendelt. Reduktion von 3 auf 2 Etagen. Offene Wohnküche mit Insellösung, aber auch eine Backup Küche. Zwei Kinder mit gefühlten drölf Jacken brauchen Garderobenplatz. Aber nicht so, dass man gleich drüber fällt und den Haufen auf den Boden geworfener Jacken braucht der Paketdienst auch nicht als erstes sehen. Ein Gästebad mit Dusche, damit der Herr des Hauses bei nächtlichen Duschexzessen niemanden weckt. Ein Eckchen für die kreative Mutter und etwas größere Kinderzimmer als jetzt (12qm) waren gewünscht. Im Masterbad eine große Wanne und eine T- Lösung für Dusche und Toilette.

Nach gefühlten 398 Katalogbesichtigungen kam die Grundidee von Pinterest. An dieser Stelle sei der hauseigenen Architektin Frau Hußmann gedankt, die mit einer Engelsgeduld alle Versuche unternahm, es uns recht zu machen. Ich weiß nicht, wieviele Änderungen es letztlich waren… Zumindest so viele, dass unser Bauherrenberater Herr Voß meinte: so viele habe er auch noch nicht erlebt. (Ich glaube, ein Kompliment war das nicht, aber …. nützt ja nichts)

 

 

Die Wahl des Bauträgers

Wir haben dann angefangen, das Internet zu durchforsten und uns Kataloge schicken zu lassen: Viebrockhaus, TeamMassiv Haus, Dirk Kage, PrimaHaus,  Hauscompagnie und sind die Musterhäuser der Umgebung abgefahren.

Dabei hat uns das Musterhaus der Hauscompagnie in Bad Bramstedt am ehesten überzeugt. Uns hat nicht so sehr das Haus an sich gefallen, sondern die Details: die typisch dänischen Fensterbänke und die sich nach außen öffnenden Türen zum Beispiel. Das ist ganz sicher Geschmackssache und jeder sollte da auf sein Bauchgefühl hören und das für sich passende Konzept wählen.

Wir waren dann noch eine Weile hin und her gerissen. Preislich nahmen sich unsere Favoriten „Die Hauscompagnie“ und ein örtlicher Bauträger nicht viel. Wir entschieden uns für die Hauscompagnie, weil wir in einem Haus des örtlichen Bauträgers gerade zur Miete wohnen und es dann doch die kleinen Details waren (Ausführung der Malerarbeiten zum Beispiel), die für uns dort einfach nicht stimmten.

So ging es über zum nächsten Schritt: der Grundriss.

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